Warum der erste Termin bei uns eine Stunde dauert
In vielen Praxen dauert ein erster Termin fünfzehn Minuten. Der Zahnarzt schaut, die Assistentin notiert, es gibt eine Röntgenaufnahme und einen Termin für die Füllung. Das ist effizient, und für viele Menschen ist es in Ordnung. Für uns nicht.
Wir reservieren sechzig Minuten, weil die wichtigsten Informationen nicht im Mund liegen. Sie liegen in der Geschichte: Welche Behandlungen hatten Sie, welche haben Sie abgebrochen, wovor haben Sie Angst, was stört Sie an Ihren Zähnen, was gefällt Ihnen? Jemand, der mit fünfzig seine Zahnfarbe aufhellen möchte, braucht einen anderen Plan als jemand, der seit Jahren Kopfschmerzen hat und nicht weiß, dass er nachts knirscht.
Dann kommt der Befund. Wir messen alle Zahnfleischtaschen, prüfen jede Füllung, fotografieren jeden Zahn. Das klingt aufwendig, und das ist es. Aber ein Foto erklärt mehr als jede Beschreibung. Wer seinen Zahn in zwanzigfacher Vergrößerung gesehen hat, versteht, warum die Füllung erneuert werden sollte. Oder warum eben nicht.
Am Ende der Stunde gibt es keinen Behandlungsbeginn, sondern einen Plan. Schriftlich, mit Kosten, mit Alternativen. Sie nehmen ihn mit, lesen ihn in Ruhe, fragen nach. Manche kommen zwei Wochen später, manche ein Jahr später, manche nie. Alle drei sind in Ordnung.
Die Stunde kostet 190 Euro. Das ist mehr als eine Kontrolluntersuchung in einer Kassenpraxis, und wir sagen das offen. Wir glauben trotzdem, dass diese Stunde die beste Investition in Ihre Zähne ist, die Sie machen können. Denn fast jede Behandlung, die wir später nicht machen müssen, beginnt hier.
Helene Vogtländer ist Gründerin der Praxis und behandelt seit 2011 mit dem Grundsatz, dass Verstehen vor Behandeln kommt.